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September 24, 2026
Textfreies Editorial-Motiv zu Buy Now Pay Later mit Zahlungsterminal, Konsumgütern und gestapelten Rückzahlungsverpflichtungen
Global Deep Dives Marktanalysen

Buy Now, Pay Later unter der Lupe: Der Kredit-Blindfleck hinter Klarna, Affirm & Co.

Datenstand: 20. September 2026. „Jetzt kaufen, später zahlen“ klingt nach einer Zahlungsoption. Ökonomisch ist es Kredit. Genau diese sprachliche Verschiebung ist der Kern des Buy-Now-Pay-Later-Booms: Der Kauf fühlt sich an wie Checkout, die Finanzierung sitzt unsichtbar dahinter.

Das klassische Pay-in-four-Modell teilt einen Einkauf in vier Zahlungen über etwa sechs Wochen. Häufig fallen keine Zinsen an, sofern pünktlich gezahlt wird. Für Verbraucher ist das bequem, für Händler kann es die Conversion erhöhen, und für Anbieter entsteht ein Geschäft aus Händlergebühren, Finanzierung, Daten und wiederkehrender Nutzung.

Doch 2026 wird deutlicher, dass BNPL nicht nur eine bessere Kreditkarte ist. Die US-Notenbank weist inzwischen ausdrücklich auf einen strukturellen Blindfleck hin: Die meisten Pay-in-four-Anbieter melden diese Kredite noch immer nicht umfassend an die großen Auskunfteien. Kreditgeber sehen deshalb nicht zuverlässig, wie viele kurzfristige BNPL-Verpflichtungen ein Kunde parallel bei anderen Plattformen hat.

Gleichzeitig zeigen neue Fed-Daten, dass BNPL längst nicht mehr nur für Mode und Elektronik eingesetzt wird. Ein Teil der Nutzer finanziert Lebensmittel, Lieferdienste oder medizinische Ausgaben. Genau dort steigen die Anzeichen für finanzielle Belastung.

Fed 2025: 26 % der BNPL-Nutzer zahlten mindestens einmal verspätet

Zusatzkosten: 17 % wurden wegen verspäteter Zahlung extra belastet

Lebensmittel: rund jeder fünfte Nutzer verwendete BNPL für Lebensmittel oder Lieferdienste

Affordability-Signal: 45 % dieser Lebensmittel-Nutzer sagten, BNPL sei der einzige Weg gewesen, den Kauf zu bezahlen

Klarna Q2 2026: 36,6 Mrd. $ GMV; 0,52 % Credit-Loss-Provision relativ zum GMV

BNPL ist Kredit – nur mit einer anderen Nutzeroberfläche

Der Unterschied zu klassischen Konsumentenkrediten liegt weniger in der ökonomischen Substanz als im Moment der Entscheidung. Ein Ratenkredit wird bewusst beantragt. Eine Kreditkarte ist als Kreditprodukt erkennbar. BNPL wird dagegen direkt in den Checkout eingebaut.

Das verändert Verhalten. Die Finanzierung wird nicht separat vom Konsum entschieden, sondern Teil des Kaufprozesses. Statt „Soll ich dafür einen Kredit aufnehmen?“ lautet die Entscheidung häufig nur noch „Einmal zahlen oder viermal?“.

Für Händler ist genau das attraktiv. Eine niedrigere gefühlte Sofortbelastung kann Warenkörbe vergrößern und Kaufabbrüche reduzieren. Dafür zahlen Händler Gebühren an den BNPL-Anbieter. Ein Teil der scheinbar „zinsfreien“ Finanzierung wird also nicht vom Verbraucher, sondern vom Händler finanziert – und indirekt möglicherweise über Produktpreise oder Marketingbudgets getragen.

Warum Händler für zinsfreie Raten zahlen

Die Logik ist ähnlich wie bei Kreditkarten-Acquiring, nur aggressiver auf Conversion ausgerichtet. Wenn ein Händler durch BNPL mehr Käufer abschließt oder höhere Warenkörbe verkauft, kann er bereit sein, einen höheren Prozentsatz des Umsatzes abzugeben.

Das erklärt, warum das Geschäftsmodell auch dann funktionieren kann, wenn der Verbraucher keinen Nominalzins zahlt. Klarna erzielte im zweiten Quartal 2026 707 Millionen Dollar Transaction- und Service-Umsatz sowie 266 Millionen Dollar Zinsertrag. Affirm wiederum meldete für das Geschäftsjahr bis Juni 2026 mehr als 1,1 Milliarden Dollar Merchant-Network-Umsatz und rund 2,05 Milliarden Dollar Zinsertrag.

Wichtig ist die Unterscheidung: Affirm besteht nicht nur aus klassischem zinsfreiem Pay-in-four. Nach dem aktuellen 10-K waren 70 Prozent des GMV im Geschäftsjahr 2026 zinsbehaftete monatliche Ratenkredite. Wer BNPL analysiert, darf deshalb Pay-in-four, längere Ratenfinanzierung und Kreditkartenähnliche Produkte nicht in einen Topf werfen.

Der eigentliche Blindfleck liegt im Credit-Reporting

Die Federal Reserve beschreibt das Problem inzwischen sehr klar: Viele Pay-in-four-Kredite passen nicht sauber in die traditionelle Infrastruktur der Kreditauskunfteien. Deshalb werden sie oft weder vollständig positiv noch negativ gemeldet.

Für den Verbraucher hat das eine merkwürdige Folge. Pünktliche Rückzahlung kann die eigene Kreditgeschichte nicht zwingend verbessern. Gleichzeitig kann ein anderer Kreditgeber beim Underwriting nicht zuverlässig sehen, welche kurzfristigen BNPL-Verpflichtungen bereits laufen.

Das schafft potenziell ein Stacking-Problem. Ein einzelner 80-Dollar-Kauf ist kaum systemisch relevant. Zehn kleine Verpflichtungen bei mehreren Plattformen können für einen finanziell angespannten Haushalt dagegen eine echte Belastung darstellen.

Der traditionelle Kreditbericht sieht dann womöglich nur einen Teil der kurzfristigen Zahlungsversprechen.

„Unsichtbar“ bedeutet nicht unreguliert oder unbezahlt

Der Begriff Kredit-Blindfleck darf nicht falsch verstanden werden. BNPL-Schulden verschwinden nicht. Anbieter führen eigenes Underwriting durch, nutzen Bankkonto- und Kartendaten, prüfen Rückzahlungsverhalten und können verspätete oder ausgefallene Forderungen intern berücksichtigen.

Auch Inkasso ist möglich. Der CFPB weist darauf hin, dass unbezahlte BNPL-Schulden an Debt Collectors abgegeben und dadurch später doch in Kreditberichten auftauchen können.

Der Punkt ist ein anderer: Das gesamte System besitzt weniger gemeinsame Sichtbarkeit als bei klassischen Kreditkarten oder Ratenkrediten. Jeder Anbieter kennt seinen Kunden relativ gut. Das System kennt ihn nicht zwingend vollständig.

Die Fed-Daten zeigen, wo BNPL vom Komfortprodukt zum Stressindikator wird

Besonders interessant sind nicht die Modekäufe, sondern die Alltagsausgaben.

Laut Federal Reserve nutzte etwa jeder fünfte BNPL-Nutzer das Produkt 2025 für Lebensmittel oder Essenslieferungen. Von diesen Personen sagten 45 Prozent, BNPL sei der einzige Weg gewesen, den jeweiligen Kauf überhaupt zu bezahlen.

Das ist ökonomisch ein anderes Signal als ein in vier Raten bezahltes Smartphone. Wenn kurzfristige Konsumentenkredite für Lebensmittel benötigt werden, kann das auf fehlende Liquidität im Haushaltsbudget hindeuten.

Die Fed fand zudem, dass Nutzer von BNPL für Lebensmittel, medizinische oder veterinärmedizinische Ausgaben überdurchschnittlich oft verspätete Gebühren oder Überziehungs-/NSF-Gebühren erlebten.

Das bedeutet nicht, dass BNPL diese finanzielle Belastung verursacht. Wahrscheinlicher ist, dass bereits finanziell angespannte Haushalte das Produkt häufiger einsetzen. Genau deshalb ist die Kausalität wichtig: BNPL kann Symptom, Verstärker oder kurzfristige Hilfe sein – je nach Nutzer.

„Zinsfrei“ kann trotzdem Geld kosten

Bei Pay-in-four steht häufig ein Zinssatz von null im Vordergrund. Die tatsächlichen Kosten können aber an anderer Stelle auftauchen.

Verspätungsgebühren sind die offensichtliche Variante. Weniger sichtbar sind Überziehungs- oder Non-Sufficient-Funds-Gebühren auf dem verknüpften Bankkonto, wenn automatische Abbuchungen stattfinden und das Konto nicht ausreichend gedeckt ist.

Das ist ökonomisch relevant, weil der BNPL-Anbieter selbst einen kostenlosen Kredit anbieten kann, während die Finanzierungskette außerhalb des Produkts Kosten erzeugt.

Genau deshalb ist „0 %“ keine vollständige Beschreibung der Gesamtkosten.

Klarna zeigt, dass das Modell trotzdem profitabel skalieren kann

Die kritische Analyse von BNPL darf nicht in die einfache These „alles faule Kredite“ abrutschen. Die aktuellen Unternehmenszahlen widersprechen einer solchen Pauschalisierung.

Klarna meldete für Q2 2026 ein GMV von 36,65 Milliarden Dollar, 18 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Umsatz stieg um 27 Prozent auf 1,04 Milliarden Dollar. Die Provision für Kreditverluste lag bei 192 Millionen Dollar beziehungsweise 0,52 Prozent des GMV – sogar leicht unter dem Vorjahreswert von 0,56 Prozent.

Auch das Unternehmen selbst betont die kurze Laufzeit seiner Forderungen als Risikovorteil. Im Jahresbericht 2025 lag die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der Kredite bei rund 39 Tagen; klassische Pay-Later-Forderungen waren noch kürzer.

Kurze Laufzeiten erlauben eine schnelle Anpassung des Underwritings. Wenn sich das Verbraucherverhalten verschlechtert, kann ein Anbieter Limits innerhalb von Wochen statt Jahren neu kalibrieren.

Aber die Kreditverluste sind nur ein Teil der Rechnung

Bei Klarna lagen die Funding Costs im zweiten Quartal bei 171 Millionen Dollar, Processing- und Servicing-Kosten bei 233 Millionen Dollar. Das zeigt: Kreditqualität allein entscheidet nicht über die Wirtschaftlichkeit.

Ein BNPL-Modell muss Händlergebühren, Finanzierungskosten, Zahlungsausfälle, Betrug, Processing, Kundengewinnung und Refinanzierung gleichzeitig beherrschen.

Bei sinkenden Zinsen können Funding Costs entlasten. Gleichzeitig können niedrigere Zinsen den Wettbewerb verschärfen, weil klassische Kreditprodukte wieder attraktiver werden.

Bei höherer Arbeitslosigkeit dagegen kann das Kreditrisiko steigen – gerade bei Kunden, die BNPL für Grundbedürfnisse nutzen.

Affirm zeigt, wie weit sich BNPL von „vier Raten“ entfernt hat

Affirm wickelte im Geschäftsjahr 2026 rund 50,2 Milliarden Dollar GMV ab. Der Umsatz lag bei 4,26 Milliarden Dollar.

Doch nur einen Teil davon als „zinsfreies BNPL“ zu beschreiben wäre falsch. 70 Prozent des GMV entfielen auf zinsbehaftete monatliche Installment Loans. Affirm betreibt damit längst eine breitere Konsumentenfinanzierungsplattform.

Das ist wichtig für Investoren. Je länger die Laufzeit und je höher der Zinsertrag, desto stärker nähert sich das Modell klassischer Kreditvergabe an: Funding, Duration, Credit Losses und Kapitalmärkte werden wichtiger.

Wer die Aktien von Klarna oder Affirm bewertet, sollte deshalb nicht nur App-Nutzer und GMV betrachten. Die Qualität der Kreditkohorten, Refinanzierungskosten und Verlustkurven sind mindestens genauso relevant.

Der Händler ist ein stiller Kreditgeber – indirekt

Ein Teil der BNPL-Kosten wird durch Merchant Fees getragen. Händler zahlen, weil sie hoffen, dass mehr Kaufabschlüsse und höhere Warenkörbe die Gebühr überkompensieren.

Das erzeugt eine interessante Verteilungsfrage. Ein Kunde, der sofort zahlt, kauft möglicherweise beim selben Händler zum selben Preis wie ein Kunde, dessen Finanzierung durch eine höhere Händlergebühr ermöglicht wird.

Ökonomisch kann die Finanzierung dadurch teilweise in der allgemeinen Handelsmarge versteckt sein. Das ist kein spezifisches BNPL-Phänomen – Kreditkarten funktionieren ähnlich –, aber bei aggressiven BNPL-Raten kann der Effekt stärker sein.

Warum Retailer BNPL lieben – bis die Conversion teuer wird

Die Zusammenarbeit lohnt sich nur, solange die zusätzliche Nachfrage mehr Marge erzeugt als die Zahlungsgebühr kostet.

In Branchen mit hohen Bruttomargen – Mode, Beauty, digitale Dienstleistungen – kann das gut funktionieren. Bei niedrigen Margen wird es schwieriger.

Deshalb ist die Expansion von BNPL in Lebensmittel besonders interessant. Lebensmittelhändler operieren typischerweise mit deutlich geringeren Margen. Wenn Finanzierung dort zunimmt, stellt sich die Frage, wer die Kosten letztlich trägt.

Ein zweites Risiko: Verbraucher unterschätzen die Gesamtbelastung

Die Fed-Daten zeigen auch ein Wissensproblem. In der 2025er Haushaltserhebung glaubten viele BNPL-Nutzer fälschlich, pünktliche Zahlungen würden ihre Kreditgeschichte oder den Credit Score verbessern. Nur 14 Prozent beantworteten zwei entsprechende Wissensfragen korrekt.

Das ist relevant, weil die Nutzeroberfläche suggeriert, man baue eine positive Finanzhistorie auf. Tatsächlich kann klassisches Pay-in-four außerhalb des traditionellen Credit-Reporting bleiben.

Damit entsteht ein asymmetrischer Effekt: Die Verpflichtung ist real, der positive Credit-Building-Effekt aber oft nicht.

Kann BNPL Haushalte in Überschuldung treiben?

Die vorhandenen Daten reichen nicht für die pauschale Aussage, BNPL verursache Überschuldung. Die meisten Kredite werden zurückgezahlt. Anbieter wie Klarna melden relativ niedrige Verlustquoten.

Aber drei Mechanismen verdienen Aufmerksamkeit:

  • Stacking: mehrere parallele kleine Verpflichtungen über verschiedene Anbieter;
  • Essentials: Nutzung für Lebensmittel oder medizinische Ausgaben als Zeichen knapper Liquidität;
  • Outside costs: Overdraft, NSF oder Inkasso können die tatsächlichen Kosten erhöhen.

Der systemische Risikopunkt ist also nicht der einzelne 100-Dollar-Kauf. Es ist die Möglichkeit, dass kurzfristige Konsumentenschulden schneller wachsen als die gemeinsame Dateninfrastruktur, die sie sichtbar macht.

Was würde umfassendes Credit-Reporting verändern?

Würden Pay-in-four-Kredite vollständig an große Auskunfteien gemeldet, könnten Kreditgeber die Gesamtverschuldung eines Kunden besser beurteilen.

Für Verbraucher hätte das zwei Seiten. Gute Rückzahlung könnte beim Credit-Building helfen. Gleichzeitig würden verspätete Zahlungen sichtbarer und könnten künftige Kreditkonditionen verschlechtern.

Für BNPL-Anbieter könnte ein vollständigeres Reporting das Underwriting verbessern, aber auch einen Teil des frictionless Charakters des Produkts verlieren lassen.

Das ist der grundlegende Trade-off: Mehr Transparenz erhöht die Stabilität, kann aber die Einfachheit reduzieren, die BNPL so erfolgreich gemacht hat.

Was Investoren bei Klarna und Affirm beobachten sollten

  • Credit-Loss-Provision relativ zum GMV,
  • Funding Costs und durchschnittliche Refinanzierungskosten,
  • Wachstum bei Alltags- und Essential-Kategorien,
  • Rückzahlungsverhalten neuer Kohorten,
  • Anteil zinsbehafteter gegenüber zinsfreier Produkte,
  • Merchant Take Rate,
  • Consumer Frequency und Stacking-Verhalten,
  • Entwicklung des Credit-Reporting.

Das eigentliche Geschäftsmodell ist nicht Kredit, sondern Conversion plus Daten

BNPL-Anbieter verkaufen dem Verbraucher Finanzierung. Dem Händler verkaufen sie Conversion. Und intern sammeln sie hochfrequente Daten über Kaufverhalten und Rückzahlung.

Diese Kombination erklärt, warum die Plattformen schneller lernen können als klassische Kreditgeber, die einen Kunden vielleicht nur wenige Male pro Jahr sehen.

Sie erklärt aber auch, warum die Debatte um Datensichtbarkeit so wichtig ist. Je stärker Kredit aus dem Bankensystem in Plattformen wandert, desto mehr hängt die Finanzaufsicht davon ab, dass Kreditrisiken nicht nur innerhalb einzelner Apps messbar sind.

Drei Szenarien für BNPL

1. BNPL wird zu normalem Credit Reporting

Die Produkte bleiben, werden aber stärker wie klassische Konsumentenkredite gemeldet. Das verbessert Transparenz und könnte verantwortungsvolles Credit-Building ermöglichen.

2. Plattformen ersetzen Teile der Kreditkarte

Klarna, Affirm und andere integrieren Debit, Kredit, Wallet, Ratenzahlung und Shopping zu einer Super-App. Dann wird BNPL nur noch eine Funktion innerhalb einer breiteren Finanzbeziehung.

3. Konsumstress legt schwächere Kohorten offen

Ein Anstieg von Arbeitslosigkeit oder Haushaltsstress könnte zeigen, ob kurze Laufzeiten und proprietäres Underwriting tatsächlich robust genug sind, wenn viele Verbraucher gleichzeitig unter Druck geraten.

Fazit: Das Risiko steckt weniger in der Rate als in der fehlenden Gesamtsicht

Buy Now, Pay Later ist weder ein Trickprodukt noch eine kostenlose Wohltat. Es ist eine neue Verpackung für kurzfristigen Konsumentenkredit.

Die meisten Nutzer zahlen zurück. Die großen Anbieter haben gezeigt, dass kurze Laufzeiten, automatische Abbuchung und datenbasiertes Underwriting Kreditverluste begrenzen können. Gleichzeitig zeigen die neuen Fed-Daten, dass ein Teil der Nutzung inzwischen in Bereiche vordringt, die eher nach finanzieller Not als nach Checkout-Komfort aussehen.

Besonders relevant ist der Reporting-Blindfleck. Wenn mehrere Kredite parallel laufen und nicht zentral sichtbar sind, kann ein Haushalt stärker belastet sein, als traditionelle Kreditdaten vermuten lassen.

Die investigative Frage lautet deshalb nicht: „Ist BNPL gut oder schlecht?“ Sie lautet: Wie verändert sich das Kreditrisiko, wenn Milliarden kleiner Verpflichtungen schneller entstehen als die Infrastruktur, die sie gemeinsam sichtbar macht?

Hinweis: Dieser Artikel analysiert Geschäftsmodelle, Kreditmärkte und öffentlich verfügbare Finanzdaten. Er ist keine individuelle Finanz- oder Kreditberatung.

Quellen

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Novalis ist unabhängiger Finanzautor bei The Kapital. Er analysiert Unternehmen, Aktien, Kapitalmärkte und Trading-Mechanismen auf Grundlage öffentlich zugänglicher Primärquellen. Seine Arbeit legt Wert auf nachvollziehbare Annahmen, transparente Bewertungsmethoden und eine klare Trennung zwischen Fakten, Analyse und persönlicher Einschätzung.

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